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+++Kartenvorverkauf ab dem 15.01.2022 +++

Was bringt die neue Saison im Waldschwimmbad Sinn?

Die Auswirkungen der Corona – Pandemie schlagen nicht nur auf das tägliche Leben durch, sondern machen es auch notwendig, als Freibad unter ehrenamtlicher Leitung und Organisation sich den verschiedenen Herausforderungen zu stellen. Mit dem Maßnahmenkatalog für die Saison 2022 hoffen die „gGmbH Waldschwimmbad Sinn“ und der Förderverein des Bades weiterhin viel Zuspruch durch wachsende Besucherzahlen zu erfahren. Dies geschieht durch Anpassungen im Angebot für Familien und sportlich ambitionierte Schwimmer und  – leider – auch durch Anpassungen im Bereich der Eintrittspreise.
Zunächst erweitert das Waldschwimmbad sein Angebot bei den Öffnungszeiten. War es bisher so, dass bei schlechtem Wetter maximal bis 13.00 Uhr das Bad geöffnet war, so gibt es jetzt das garantierte „Schlechtwetterschwimmen“ von 10 – 12 Uhr und von 16 – 19 Uhr. Die Badesaison soll ab 2022 schon am 01.05. beginnen und im September enden. In diesen beiden Monaten endet der tägliche Badebetrieb um 19 Uhr. Neu ist eine Mittagspause von 13 – 14 Uhr, die aber nicht im Juli und in den hessischen Sommerferien stattfindet. Montags ist der Tag des Schul- und Vereinssports; jedoch haben Frühschwimmer die Möglichkeit, von 6.00 – 7.30 Uhr ihre Bahnen zu schwimmen. Ansonsten bleibt montags das Bad für den allgemeinen Badebetrieb geschlossen. Die Aqua-Jogging – und Aqua – Zumba – Kurse finden natürlich weiterhin im gewohnten Rahmen statt. Auch die Kinderschwimmkurse wird es weiterhin geben.
Bei den Eintrittspreisen wird es eine moderate Erhöhung geben, wobei Rabatte für 10er – Karten und Wertkarten erhalten bleiben. Die letzte Preiserhöhung hat vor fünf Jahren stattgefunden; wie jeder weiß, sind die Energiepreise und die Materialkosten gerade in den letzten zwei Jahren recht stark angestiegen, sodass die Kostenkalkulation des Schwimmbades immer mehr unter Druck geraten ist. Die gGmbH hat zwar in der Zwischenzeit einiges getan, um die Kosten für Energie zum Beheizen des Schwimmbeckens zu senken, und wird auch weiterhin im Sinne energetischer Einsparungen tätig bleiben, Kosten bleiben aber trotzdem bestimmend, auch durch notwendige Investitionen. Um den Badegästen weiterhin ein gut funktionierendes, attraktives Bad bieten zu können, müssen die Verantwortlichen für das Bad handeln und die Eintrittspreise den geänderten Verhältnissen anpassen. In diesem Zusammenhang wird es keine Dauerkarten mehr im Angebot geben, denn das Interesse an diesen Karten war bisher recht gering.
Neu hinzugekommen sind zwei Angebote, die Familien und sportliche Schwimmer erfreuen dürften: die „Familienkarte“ und die „Sportkarte“. Diese beiden Karten sind durch großzügige Ermäßigungen des Eintrittspreises gekennzeichnet. Dahinter steht die Idee, dass gerade in den Zeiten der Corona – Beschränkungen Angebote für Familien und Homeoffice – Geschädigte dringend notwendig sind, um so auch zur allgemeinen Gesundheit einen kleinen Beitrag zu leisten.
Die folgende Aufstellung soll Ihnen einen Überblick über die neue Preisstruktur vermitteln. Geld kann jedoch gespart werden, wenn 10er- Karten und Wertkarten am 04.12.2021, 11.12.2021 und 18.12.2021, jeweils von 15.00 bis 18.00 Uhr, im Vorverkauf auf dem Gelände des Waldschwimmbads erworben werden. Demnächst können diese Karten auch ohne Ermäßigung im Online-Shop auf der Homepage des Waldschwimmbads erworben werden.




Resozialisierung im Waldschwimmbad Sinn

Der Förderverein Waldschwimmbad Sinn sorgt nicht nur dafür, dass Jahr für Jahr den Gästen ein schönes und technisch auf dem neusten Stand stehendes Schwimmbad zur Verfügung steht. Seit mehreren Jahren unterstützt der Verein die Sozialarbeiter der beim Landgericht Limburg ansässigen Bewährungs- und Gerichtshilfe.
In der Sozialen Arbeit spricht man verkürzt von Bewährung, wenn die Strafaussetzung zur Bewährung gemeint ist. Darunter ist zu verstehen, dass eine vom Strafrichter festgelegte Freiheitsstrafe nach dem Strafgesetzbuch (StGB) nicht vollzogen wird. Wenn der Verurteilte während des vom Richter festgelegten Bewährungszeitraums dann nicht erneut straffällig wird, entfällt der Vollzug dieser Strafe. Mit dem Begriff Resozialisierung werden die Bemühungen, einen Straftäter zu bessern und ihn wieder in die Gesellschaft einzugliedern, bezeichnet. Resozialisierung ist das Ziel des Strafvollzugs.
Der Verein gibt verurteilten Straftätern, deren Strafe zur Bewährung unter Ableistung gemeinnütziger Arbeit ausgesetzt worden ist, die Gelegenheit, die von den Strafgerichten festgelegten Arbeitsstunden im Schwimmbad abzuleisten. Seit vier Jahren wurden von verschiedenen Straftätern Strafen von 50 bis 700 Stunden abgeleistet. Insgesamt waren es bereits über 1000 Stunden. Die Arbeiten werden vornehmlich im Bautrupp verrichtet und streng überwacht.
Es ist auch schon dazu gekommen, dass wegen Unregelmäßigkeiten Straftäter abgelehnt wurden und dies den Gerichten berichtet wurde. Dadurch kann es auch zur Aufhebung der Bewährung kommen.

Erstaunt sind die zur Ableistung von Stunden Verpflichteten über die vielfältige Arbeit im Schwimmbad. Ein „Straftäter“ ist seit drei Jahren im Bautrupp tätig, hat seine Lehre mit gutem Erfolg abgeschlossen und fängt im April seine Ausbildung zum Industriemeister an. Er ist Mitglied im Verein geworden und ist im Bautrupp kameradschaftlich aufgenommen worden. Dies ist ein leuchtendes Beispiel von Resozialisierung im Waldschwimmbad.




Bevor der Winter Einzug hält …

Eine der wesentlichen Aufgaben vor dem ersten Frost ist es, das Bad winterfest zu machen. Da das Wasser, leicht abgesenkt, im Becken bleibt, müssen die Beckenränder vor dem Eisdruck geschützt werden. Das geschieht durch die schwarzen Druckpolster, die an einer Stirn- und an einer Längsseite angebracht werden. Auch das Kinderbecken wird entsprechend für den Winter vorbereitet, indem das Wasser komplett abgelassen wird, der Pilz und das Becken mit Plane abgedeckt werden. Im Frühjahr, ab Februar/März, wird sich zeigen, ob die Maßnahmen erfolgreich waren.
Die ehrenamtlichen Helfer haben für diese Arbeiten wieder einen Samstagvormittag an der frischen Luft verbracht.

 




Dankeschön der “Eisheiligen”

Liebe Ehrenamtliche,
zum Ende der Badezeit sagen wir auf Wiedersehen!
Der Sommer mit Euch war wunderschön!!
Das Wetter mal schön, mal trüb und manches Mal nass,
wir hatten trotzdem unseren Spaß,
denn Schwimmen hält uns fit und jung
und gibt uns immer wieder neuen Schwung.

Das Sinner Waldschwimmbad ist eine Wucht,
getragen vom Ehrenamt, was seines Gleichen sucht.

Wir freuen uns in 2022 auf ein Wiedersehen
und sagen Euch von Herzen Dankeschön.

Kommt alle gesund durch den Winter!!!

Es grüßen die „Eisheiligen“

 




Jahreshauptversammlung des Fördervereins “Waldschwimmbad Sinn e.V.

Die JHV des Fördervereins Waldschwimmbad Sinn e.V. konnte dieses Jahr unter Corona-Bedingungen stattfinden.Die vom Frühjahr verschobene JHV des Fördervereins Waldschwimmbad Sinn e.V. fand am 21.08.2021 auf der Liegewiese des Freibads im Schatten einer großen Eiche mit 60 Mitgliedern statt.
Der 1. Vorsitzende Uwe Sauer leitete zum letzten Mal die Versammlung und führte durch die Tagesordnung, die einige wichtige Punkte enthielt.
Die Berichte aus dem Geschäftsjahr 2020 waren durchgängig von den Auswirkungen der Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie für das Waldschwimmbad geprägt: Veranstaltungen mussten durchgängig ausfallen, die Besucherzahlen waren deutlich eingebrochen, auch weil das Bad erst sehr spät unter besonderen Vorsichtsmaßnahmen öffnen konnte, die Einnahmen sanken somit merklich. Die ehrenamtlichen Helfer, die das Bad vollständig in Eigenregie betreiben, waren dadurch zusätzlich belastet. Letztlich bedeutete dies für die gGmbh, den Betreiber des Schwimmbades, dass bei gleichbleibenden Kosten (Strom, Heizung, Personal) ein negatives Finanzergebnis zu verzeichnen war. Was die noch laufende Saison 2021 anbetrifft, hat sich die Ertragslage nicht verbessert, auch weil in diesem Jahr das Wetter nicht den Erwartungen der Badbesucher entspricht, auch wenn das Bad seinen Betrieb voll aufrechterhält. Zwar konnte der Förderverein im letzten Jahr durch den Betrieb des Kioskes und durch gesammelte Spenden mehrere tausend Euro für das Waldschwimmbad einnehmen. Diese Gelder zusammen mit den Badeintrittsgeldern reichten jedoch gerade so, um den laufenden Badebetrieb zu stemmen und Reparaturen zu bezahlen. Investitionen konnten keine getätigt werden und wurden aufgeschoben. Beantragte Corona-Fördergelder bringen hoffentlich finanzielle Entlastung.
Ein weiterer wesentlicher Punkt war eine Satzungsänderung. Nach dem Vorbild anderer Vereine, die ebenfalls Schwierigkeiten haben, ehrenamtliche Vorstandsmitglieder zu finden, und den Möglichkeiten, die das Vereinsrecht eröffnet, ändert sich die Leitungsstruktur des Vereins hin zu einer Ressortregelung. Für den Förderverein gilt ab jetzt, dass vier Ressorts (Innere Verwaltung, Finanzen, Öffentlichkeitsarbeit, Kiosk) die Geschäfte des Vereins führen, unterstützt durch Beisitzer. Wichtige, nicht alltägliche Dinge, die den Gesamtverein betreffen, werden weiterhin durch den Gesamtvorstand (Ressortleitungen und Beisitzer) bzw. die Mitgliederversammlung entschieden. Die tägliche Arbeit lässt sich unter dieser Konstruktion besser aufteilen, und dies führt dazu, dass nicht der 1.Vorsitzende letztlich alles regeln und entscheiden muss. Die Mitgliederversammlung stimmte dieser Satzungsänderung einstimmig zu.
Somit konnten auch die Neuwahlen des Vorstandes entsprechend stattfinden. Die vier Ressorts sind folgendermaßen besetzt: Innere Verwaltung – Michael Krenos, Finanzen – Markes Eckert, Öffentlichkeitsarbeit – Joachim Baudisch, Kiosk – Regina Cannings.
Den letzten wichtigen Tagesordnungspunkt bildeten die Ehrungen für die 15-jährige Mitgliedschaft im Förderverein (2005 und 2006) und die Überreichung der Ehrenvorsitzendenurkunde an den langjährigen 1.Vorsitzenden Uwe Sauer, der auch den hessischen Verdienstorden durch den Ministerpräsidenten erhalten wird. Hubert Koch machte in seiner Laudatio für die langjährige Mitgliedschaft darauf aufmerksam, dass der Förderverein eine wichtige gesellschaftliche und auch kulturelle Aufgabe erfülle.
Mit einem gemütlichen Beisammensein im Freien endete die Mitgliederversammlung. Trotz der angespannten finanziellen Lage der gGmbH blicken der neue Vorstand und die Mitglieder des Fördervereins zuversichtlich auf 2022.




2. Familientag im Waldschwimmbad Sinn – großer Zuspruch

In entspannter Atmosphäre veranstaltete das Waldschwimmbad Sinn seinen 2. Familientag. War der 1. Familientag unter das Motto zu stellen: Klein, aber fein, so gilt für den zweiten das Motto: weniger klein, aber ebenso fein.
150 Besucher insgesamt, also Familien mit Eltern und Kindern, nutzten das angenehme und sonnige Wetter, um sowohl im gut temperierten Wasser als auch auf dem Rasen zu spielen, Sport zu treiben oder auch Geschicklichkeit und Spürsinn zu üben. Wieder kam dabei die Krake im Nichtschwimmerbecken zum Einsatz, an Land unterstützte wieder die Jugendpflege Sinn und „Midde im Dorf“ die Veranstaltung mit einer Schwimmbadrally, dem Sackhüpfen und weiteren Spielen.
Die Rückmeldungen der Besucher waren durchweg positiv, so dass sich die ehrenamtlichen Helfer des WSB einig waren, in der nächsten Saison wieder Familientage anzubieten. Vielleicht ist dann auch eine weitere Steigerung der Besucherzahlen möglich.




Wasserkurse und Kinderschwimmkurse erfreuen sich großer Beliebtheit

Ob Aqua-Fit, Aqua-Jogging oder die Kinderschwimmkurse – alle Kurse des Förderverein Waldschwimmbad Sinn e.V. erfreuten sich wieder großer Beliebtheit. Die freien Plätze waren innerhalb kurzer Zeit ausgebucht. Die Erfolgsgeschichte setzt sich also weiter fort. In den Kursen für Erwachsene „Aqua-Fit“ und Aqua-Jogging“ unter der Leitung von Susanne Haus sowie „Aqua-Zumba“ von und mit Heike Morgenschweis, konnten die Teilnehmer das Herz-Kreislaufsystem fördern, Wasserfitness betreiben oder einfach nur Spaß an der Bewegung im Wasser haben.

Besonders gefragt waren dieses Jahr die Kinderschwimmkurse. Bereits lange vor Saisonbeginn gingen unzählige Anrufe, eMails und Anfragen beim Förderverein hierzu ein. Als es dann soweit war und die Kinderschwimmkurse fertig konzeptioniert waren, waren die freien Plätze bereits nach neun Minuten vergeben. In den Sommerferien lernten die Kinder in zweiwöchigen Blockkursen das Schwimmen. Aufgrund einer großzügigen Spende des Sportkreises Lahn-Dill e.V. konnten die Kinderschwimmkurse zu einem vergünstigten Preis angeboten werden.

Der Förderverein Waldschwimmbad freut sich über das große Interesse an den Wasserkursen und wird diese auch in der nächsten Saison wieder anbieten.

Archivfoto




Familientag im Waldschwimmbad – ein besonderes Angebot nur für Familien mit ihren Kindern

Der erste wirklich schöne Tag nach der langen Regenphase bot dem Team des Waldschwimmbads die Möglichkeit, sein neues Konzept eines Familientages erfolgreich umzusetzen. Schon im vorigen Jahr wurde dieses Konzept entwickelt, konnte aber wegen der Corona-Maßnahmen nicht verwirklicht werden. Unter den gelockerten Bedingungen konnten Familien mit ihren Kindern (bis 12 Jahre) in zwei Zeitblöcken (11-14 Uhr/ 15-18 Uhr) das Angebot des WSB mit tatkräftiger Unterstützung von Midde im Dorf und der Jugendpflege Sinn sowie finanzieller Unterstützung der Sparkasse Dillenburg und der VR-Bank Lahn-Dill, nutzen und entspannte Stunden gemeinsamer Aktivitäten genießen. Insgesamt 120 Gäste, verteilt auf die beiden Zeitblöcke und auf das große Gelände, vergnügten sich im Plansch- und Schwimmbecken mit vielen Spielen, Bällen, der Kletterkrake und dem Sprungturm, an Land, unter tatkräftiger Anleitung der Jugendpflege, mit z.B. Sackhüpfen, Info-Rally, Parcourslauf mit Erschwernissen und weiteren Spielen.
Am Ende des Tages, nach Verabschiedung der Gäste, gab es Applaus der Besucher und auch direktes Lob für alle Organisatoren und Helfer. Das Projekt „Familientag“ hat offensichtlich breite Zustimmung bekommen und soll auf jeden Fall wiederholt werden. Das Team des WSB hofft, nicht nur in Coronazeiten positiv für ein intaktes Familienleben mitwirken zu können.




Pflege des Badgeländes – Daueraufgabe für den „Bautrupp“

Die Saison 2021 hat vielversprechend begonnen – die Bevölkerung auch aus dem Umland Sinns hat das Waldschwimmbad nicht vergessen. Die Arbeit der ersten fünf Monate des Jahres hat ihre Bestätigung durch den relativ guten Besuch der Badegäste ab dem 06.Juni gefunden.
Nicht nur das Bad selber ist in einem soliden und schönen Zustand, was auch der neuen, gut funktionierenden Absorberanlage zur Wassererwärmung geschuldet ist, sondern auch das direkte Umfeld des Bades ist „auf Vordermann“ gebracht worden. So konnte altes Material verschiedenster Art durch die Fa. Metz sachgerecht entsorgt werden, die Eingangstore zum Schwimmbad und zum Wirtschaftshof sind erneuert worden, dank tatkräftiger Unterstützung durch eine ortsansässige Firma. Das äußere Erscheinungsbild des Bades nähert sich immer mehr unseren Vorstellungen eines schönen, funktionierenden und bürgergerechten Bades an.
Manches ist aber auch noch nicht fertig geworden – ehrenamtliche Arbeit durch den „Bautrupp“ und freiwillige Unterstützung durch ortsansässige Firmen lassen eben keine feste, „einklagbare“ Terminplanung zu. So stehen z.B. noch Arbeiten im und am Kinderbecken an, die aber demnächst abgeschlossen sein werden. Wie das Ganze um das Kinderbecken herum dann aussehen wird, lässt sich jetzt schon erkennen. Die Pflasterarbeiten werden als Nächstes abschließend in Angriff genommen. Das Kinderbecken selbst ist repariert, nur noch die Beckenfolie muss geschweißt werden.
Alles das wird durch auch den „Bautrupp“ geleistet, dessen Mitglieder z.T. nicht nur in dieser Funktion für den Verein und die gGmbH tätig sind. Unser Engagement läuft unter dem Motto: Von nichts kommt nichts, soll heißen: Konsumhaltung allein hat noch nichts bewegt. Ehrenamtliche Arbeit ist nicht nur sinnvoll für die Allgemeinheit, sondern kann auch persönlich bereichernd und sinnstiftend sein.
Jetzt muss nur noch das Wetter einigermaßen mitspielen – das Team des Waldschwimmbads freut sich auf regen Besuch.




Interview mit unserem jüngsten Ehrenamtlichen

Tim Adam aus Sinn, 18 Jahre alt, hat den Helferaufruf in den Sinner Nachrichten gelesen und hat daraufhin dem Förderverein Waldschwimmbad Sinn e.V. seine Mithilfe angeboten. Seit einiger Zeit ist er als ehrenamtliche Badeaufsicht mehrere Stunden pro Woche im Einsatz. An seinem ersten Tag haben wir ihn interviewt.

Was hat dich bewegt, dich als ehrenamtliche Badeaufsicht im Waldschwimmbad anzubieten?
Ich las den Helferaufruf des Fördervereins in den Sinner Nachrichten. Da ich lange im DLRG aktiv bin und coronabedingt kein DLRG-Training stattfand, kam der Gedanke, dass man im Sommer etwas anderes machen könnte. Weil ich schon lange mit meiner Familie im Förderverein Waldschwimmbad Sinn e.V. bin und das Schwimmbad unterstützen möchte und auch einmal hinter die Kulissen schauen wollte, habe ich meine Mithilfe angeboten. Schwimmen und Wasser sind meine Leidenschaft.

Hast du in Sinn schwimmen gelernt?
Er lächelt. Nein, sondern im Herborner Hallenbad. Dort sind wir früher mit dem Waldkindergarten hingegangen und da habe ich bereits mit vier Jahren schwimmen gelernt. Anfangs war ich sogar etwas wasserscheu und habe mich nicht getraut, das Froschabzeichen zu machen. Aber irgendwann ist das Eis gebrochen und das Wasser wurde zu meinem Element.

Was machst du beruflich?
Zurzeit mache ich eine Ausbildung als Fachinformatiker und parallel dazu samstags Fachabi. Mit den sonntäglichen Diensten im Schwimmbad komme ich jetzt auf eine 7-Tage-Woche.

Wann hast du deinen DLRG-Schein gemacht?
Mit  elf Jahren habe ich bereits das Goldabzeichen gemacht, mit zwölf war ich Juniorretter. Danach kamen die „Erwachsenen-Rettungsabzeichen“ bis hoch zu DLRG-Silber. Das DLRG-Goldabzeichen konnte ich wegen Corona noch nicht machen, es ist aber für diesen Sommer geplant.

War das schwer?
Es war alles ganz leicht, nur in der Theorie brauchte ich zwei Anläufe. Er lacht.

Was war dein schönstes Kindheitserlebnis im Waldschwimmbad?
Der erste Sprung vom 5er, angefeuert von den Freunden. Ich war zehn oder elf Jahre alt. Das vergisst man nicht.

Was glaubst du, warum kommen die Menschen gerne ins Waldschwimmbad Sinn?
Ich glaube wegen des schönen Ambientes, der Bäume auf der großen Liegewiese und weil das Schwimmbad nicht direkt im Dorf ist, sondern etwas abseits liegt. Ich glaube auch, dass das nette ehrenamtliche Personal dazu beiträgt.

Und was gefällt dir am besten?
Das riesige Becken und der Sprungturm natürlich.

Worauf freust du dich besonders als Badeaufsicht?
Das Schwimmbad positiv zu unterstützen und dabei zu helfen, das Schwimmbad zu erhalten, so dass viele Kinder hier schwimmen lernen können.

Tim, du hast unseren Helferaufruf in den Sinner Nachrichten gesehen. Dieser wurde mehrmals in den Sinner Nachrichten abgedruckt und bei Facebook insgesamt fast 20.000 mal aufgerufen. Du bist der einzige von zigtausenden, der auf diesen Helferaufruf reagiert hat. Wie denkst du darüber?
Sehr schade. Denn bestimmt haben viele Menschen ein bisschen Zeit übrig, um im Schwimmbad helfen zu können. Gerade weil immer personelle Engpässe bestehen. Jetzt geht es auf die Sommerferien zu, vielleicht fühlt sich doch noch jemand dazu inspiriert, dem Helferaufruf zu folgen.

Anmerkung: Eine Dame, die gerne helfen möchte, jedoch aus gesundheitlichen Gründen nicht kann, hat dem Verein eine großzügige Spende zukommen lassen.

Wenn du Urlaub machst, fährst du dann auch ans Wasser?
Absolut. Gerne nach Kroatien an die Adria – auch diesen Sommer. Danach bin ich aber sofort wieder im Schwimmbad.